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1974 - 1991

Der Neubeginn

Große Ereignisse warfen ihre Schatten voraus, was uns am 01. Dezember 1973 in schmerzlicher Weise vor Augen geführt wurde: Von der Stadtverwaltung erhielten die Mitteilung, dass das Clubgelände bis 1980 als Industriegebiet erschlossen werden sollte. Und so stellte sich dem Verein die Frage, ob das gerade fertiggestellte Anwesen noch ein paar Jahre weitergeführt oder sofort aufgegeben werden sollte. Man entschloss sich zu einem Neuanfang.

Ein neues Gelände wurde gesucht und gefunden. Zu Beginn 1974 hatten wir die Pachtverträge in den Händen und kurz danach auch die Baugenehmigung.

Trotz alledem stand uns die schwärzeste Stunde unserer bisherigen Vereinsgeschichte noch bevor als aus den verschiedensten Gründen, von Januar bis April 1974 sieben Mitglieder ihren Austritt aus dem Verein erklärten; unter Anderem scheute man die Mühen eines neuen Anfangs. Mit einem etwas bitteren Beigeschmack kommt man an dieser Stelle nicht umhin, ein altes Sprichwort zu zitieren: „Arbeit adelt, hinterlässt aber Schwielen“.

Durch die verbliebenen Mitglieder wurde nun mit dem Aufbau der „neuen“ Ranch begonnen und zunächst das gepachtete Gelände am Seckbacher Ried gerodet und baureif gemacht. Der erste Spatenstich erfolgte im Mai 1974. Die Fertigstellung des Rohbaus wurde im Spätherbst 1974 gefeiert. Zum Jahreswechsel konnte das Dach aufgelegt werden. Im Sommer 1975 wurde das Küchenhaus im Rohbau fertiggestellt. Etwa sechs Wochen später waren die Stromverlegungsarbeiten beendet.

Bis zum Spätherbst 1975 waren die Baulichkeiten so weit gediehen, dass diese eingemessen und bauamtlich abgenommen werden konnten.

Der damalige Richtspruch für die fertiggestellten Gebäude lautete:

                Der Bau von diesem schönen Ranch Saloon
                war viel Arbeit und wenig Lohn.
                Trotz mauern, graben, betonieren,
                ließ uns nichts den Mut verlieren.
                Auch wenn man hat uns hier beklaut,
                hat jeder kräftig mitgebaut.
                Dies Haus soll lange Jahre stehn,
                weil dort die Feste werden schön.
                Das Haus soll heißen Hammer-Ranch,
                wo ein- und aus geht mancher Mensch.
                Uns bleibt trotz allem noch ein Trost:
                zu Saufen haben wir – na dann Prost!

                                                                                                              Gez. Knack

Dieses für unsere Verhältnisse große Projekt konnte nur durch den großen Arbeitseinsatz und die Spendenbereitschaft der Mitglieder und externer Förderer in Angriff genommen werden.

Von 1976 bis 1980 wurde die Werkstatt mit darüberlegendem Schlafhaus sowie das Bunkhaus für Hobbyfreunde errichtet. Auch an Hobby Veranstaltungen fehlte es während dieser Jahre kaum; so zum Beispiel der Berggeistertanz der Apachen zum Council 1976 in Köln oder die Aufstellung eines „Roger´s Rangers“ Regimentes nach 1758 mit 16 männlichen und 12 weiblichen Darstellern.

Das Jahr 1981 fing schlimm an, als unser langjähriger, von uns allen geschätzter Erster Vorsitzender und Freund Willi „Mangas“ Mannebach durch ein Herzversagen unerwartet aus unserer Mitte gerissen wurde. Durch die rege Beteiligung an Willi´s Beerdigungsfeierlichkeiten konnte man ermessen wie gern gesehen unser Mangas überall war.

Es wurde Notwendig einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Dadurch änderte sich auch die Zusammensetzung des noch bestehenden Vorstandes. Diese Neuzusammensetzung schien jedoch nicht glücklich und wir brauchten erneut einen neuen ersten Vorsitzenden welcher bei der Generalversammlung im August 1982 gewählt wurde.


Nach 15 monatiger Tätigkeit desselben stellten wir jedoch fest das es so mit unserem Verein weder nach außen hin noch in puncto Hobby weitergehen konnte. Da es immer einige wenige geben wird welche das Vereinsgeschehen hochhalten werden, schlossen sich diese zusammen und bildeten die lose Vereinigung „DB8“ (Die bösen Acht). Durch das Engagement der DB8 wurde der gesamte Vorstand zur Niederlage seiner Ämter bewegt. Somit war es erneut möglich geworden einen Gesamtvorstand zu bilden welcher während der Generalversammlung im Januar 1984 gewählt wurde. Der erste Vorsitzende der Hammer Ranch von diesem Tag an war Harry Rinn.

In den folgenden zwei Jahren wurden die ersten Erhaltungsarbeiten notwendig. Außerdem wurde das Sheriffs Office und die Wagenremise gebaut. Weiter spendete uns der Hunkpapa-Club einen Palisadenzaun rund um unsere Ranch. Weiterhin erhielt unser Gockel „Pedro“ im Jahre 1987 ein ordentliches Hühnerhaus für sich und seine 11 Mädels.

In den Jahren 1988 und 1989 wurden uns einige Parzellenunseres Pachtgeländes zum Kauf angeboten. Durch die großzügige Spendenbereitschaft der Mitglieder konnten wir so Eigentum an unserem Vereinsgelände erwerben. Anfang 1990 bekamen wir eine komplette Schmiede nebst Zubehör geschenkt. Da nach Meinung unseres Hufschmieds Benjamin H. Huf, das Schmieden im Freien ungesund ist, kamen wir überein, dem Meister ein Dach über die Esse zu bauen. Mitte 1990 wurde mit dem Bau des Mexikaner Hauses begonnen. Nachdem bei den Mexikanern die anfängliche Euphorie sehr schnell nachließ, bauten die übrigen Mitglieder den Rohbau fertig. Nach mexikanischer Lebensart und Mentalität lies die Vollendung jedoch dann noch etwas auf sich warten.

Aber das Jahr 1990 hatte für den Verein nicht nur angenehme Seiten. Nach langer Krankheit verstarb unser Ehrenmitglied Lorenz „Max“ Windisch im Alter von 79 Jahren. Unser Max war mit seinen handwerklichen Fähigkeiten maßgeblich am Aufbau der Ranch beteiligt.

2019  Western Club Hammer-Ranch